Alexander Puschkin
Der Postmeister
mit Radierungen von
Werner vom Scheidt
Bibliophile Ausgabe,
gebunden und
fadengeheftet,
70 Seiten, 17
Abbildungen
14,90 €
Nach vier, im Mannheimer AZUR Verlag erschienenen, klassisch-russischen Erzählungen mit den Illustrationen Werner vom Scheidts (von Gogol und Turgenjew, 2006 bis 2009) liegt nun das fünfte und letzte Bändchen dieser Reihe vor: Alexander Puschkin, "Der Postmeister".
Puschkin (1799-1837) gilt als der russische Nationaldichter. Er hat den "Postmeister" und vier weitere Texte unter dem Titel "Die Erzählungen Belkins" 1831 veröffentlicht. Am 14. September 1830 - also vor 180 Jahren - hat er den "Postmeister", auch "Postvorsteher" benannt, eine "Perle der Weltliteratur", geschrieben und damit einen neuen Prosastil geschaffen, der zu den großen Romanen seiner Nachfolger führte.
Man könnte den "Postmeister" zusammenfassend und biblisch bezogen als "Die verlorene Tochter" betiteln, oder als "übergroße Vaterliebe", - ein Vater, der in großer Liebe, wohl auch egoistisch, und Sorge um die Tochter zugrunde geht.
Werner vom Scheidt (1894-1984) hat 1957 mit unvergleichbarem Einfühlungsvermögen die zu Herzen gehende Erzählung mit Zeichnungen begleitet. Die Betroffenheit des Künstlers mit seinen illustrierenden Textannäherungen macht auch den Leser betroffen. Martha Saalfelds Worte zur Kunst ihres Mannes "...ein wahrhaft Ergriffener, wenn es etwa darum ging, die großen Russen zu interpretieren…"